In der Silvesternacht lief der große Einsatz in der Kranebitter Klamm gerade auf Hochtouren, als die Meldung die Runde machte, dass eine Silvesterrakete in Zirl einen Waldbrand ausgelöst habe. Die Drohnen der Feuerwehr wurden vom Einsatz Kranebitten abgezogen und verlegten nach Zirl. Gleichzeitig machte sich der Einsatzleiter Gedanken, wie er die Feuerwehr mit der Bergrettung unterstützen könne.
Wie im Artikel über den Waldbrand an der Nordkette vier Tage zuvor beschrieben, unterstützt die Bergrettung die Feuerwehr bei Bränden im alpinen Gelände mit Sicherungstätigkeiten und als Ambulanzdienst.

Am Neujahrstag, um 07:31 Uhr wurde die Bergrettung Innsbruck dann offiziell dazu alarmiert. Trotz des weiterhin laufenden Einsatzes in der Kranebitter Klamm fanden sich sieben BergretterInnen, die unter Einsatzleitung der Feuerwehr Zirl, in den Einsatz gingen.
Gegen Mittag war der Brand Großteils gelöscht.
Die Klimakrise verschiebt die ersten Schneefälle immer weiter in den Winter hinein, auch wird der Dezember insgesamt immer niederschlagsärmer. In den Weihnachtsferien kam es so zu vier Waldbränden in Tirol, zwei im Zillertal, zwei im Großraum Innsbruck. Bisher waren Waldbrände bei uns traditionell im Frühjahr / Frühsommer, nun sind sie auch im Winter. Die Kälte beim Waldbrand setzt Feuerwehr und Bergrettung vor neue Herausforderungen. Nicht nur frieren Wasserzuführungen ein, auch bilden sich Eispanzer um Löschgeräte herum, zusätzlich zu den teils vereisten Berghängen. Für die Einsatzkräfte ist die Arbeit zwischen Hitze des Feuers und der Kälte schon im sicheren Bereich besonders anstrengend.
Das Jahr 2026 begann für uns also mit „Fire and Ice“.






