Vier Wanderer, die zuvor am Großen Solstein waren, wurden gestern Abend beim Abstieg von der frühen Dunkelheit und den Tücken des Schleifwandsteigs überrascht. Nur einer von ihnen hatte eine Stirnlampe dabei. Das spärliche Licht und der äußerst anspruchsvolle Steig zwangen die jungen Wanderer, einen Notruf abzusetzen.
Ein Team von fünf Bergrettern stieg bei Vollmond zu ihnen auf. Der Ort, an dem sich die Wanderer befanden, war ziemlich klar, und da die Bergretter diesen Steig wie ihre Westentasche kennen, waren sie schnell bei den blockierten jungen Wanderern. Alle waren in guter Verfassung, sodass sie rasch mit Helm, Stirnlampe und Gurt ausgestattet wurden, um den gemeinsamen Abstieg und das Überwinden der schweren Stellen rasch in Angriff nehmen zu können.

Der Abstieg dauerte länger als der Aufstieg, war aber sehr romantisch, da der Vollmond die Aussicht auf die Stadt Innsbruck in ein wunderschönes Licht rückte. Bei den Autos angekommen, erwartete uns noch die Polizei, die ihre Unfallaufnahme abschließen wollte. Danach brachten wir die Wanderer zu ihrem Fahrzeug, sodass sie, müde, aber erleichtert, ihre Heimreise antreten konnten. (bb)
