Obwohl die Schneelage in diesem Winter nicht so vielversprechend war, wollten wir noch einmal die Skier anziehen.
Unser Ziel war es, den Piz Kesch im Albulagebiet zu besteigen. Ein toller Berg mit einem vielversprechenden Gipfelanstieg! Zunächst ging es nach Madulein, von wo aus wir zur Chamanna d’Es-cha aufstiegen, um dort zu übernachten. Das Wetter war beim Aufstieg nicht sehr einladend, doch für den nächsten Tag war Sonnenschein vorhergesagt.
Nach der Ankunft auf der Hütte um die Mittagszeit und einer Stärkung wollten sich einige von uns noch bewegen und nicht die gesamte Zeit in der Hütte verbringen. Trotz schlechter Sicht schnallten sie sich die Skier erneut an und gingen in Richtung Piz Pischa. Nach ein paar Stunden kamen sie mit einem Lächeln im Gesicht zurück. Wie das Bergpanorama dort oben aussieht, konnten sie jedoch nicht sagen. Hauptsache, man war an der frischen Luft.
Am nächsten Tag sahen wir die Sonne und auch zum ersten Mal das tolle Bergpanorama. Nach einem gemütlichen Frühstück brachen wir Richtung Porta d’Es-cha auf. Der anhaltende Schneefall über Nacht hatte mindestens 40 cm Neuschnee gebracht. Die Lawinensituation war nicht außer Acht zu lassen, weshalb wir unseren Anstieg zur Porta über etwas lieblicheres Gelände anpassten. Vor dem steilen Anstieg zur Porta machten wir uns noch einmal einen gemeinsamen Überblick über diesen steilen Hang der sich vor uns aufbäumte und kamen alle zu dem Entschluss, dass dieser Anstieg heute leider nicht zu machen ist. Wir genossen noch ein wenig das tolle Panorama und richteten uns dann für den Abstieg her. Es wartete noch eine tolle Abfahrt mit Pulverschnee auf uns.
Obwohl wir heute keinen Gipfel erreicht haben, sind wir durch den fluffigen Pulverschnee Richtung Madulein abgefahren und waren glücklich über diesen schönen Ausflug zu unseren Nachbarn in die Schweiz. Vielen Dank an unsere Tourenbeauftragten, die sich dieses tolle Ziel ausgedacht hat. Wir kommen sicher wieder. Keine Frage. (bb)













